Jawa CZ 125, Typ 351, Bj 54 will nicht im Stand laufen

    • ich wollte damit nur ausdrücken, dass es sich nicht um ein mechanisches Problem handelt.
      Der Satz:

      "Liegt das an der Übersetzung oder kann hier der Wurm drin liegen????"

      bezieht sich auf den Satz:

      "Mit der Hand den Starthebel runterdrücken geht nur wenn ich mich voll draufhänge."


      Tut mir leid für die Verwirrung. Ist ja kein Grund gleich angepisst zu sein...
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • Lehmann, du bist ne Wucht! Ich hab zwar einen Vergaser ruiniert, aber beim Zweiten ist es geglückt. Die Kanäle haben jetzt nicht sonderlich verschmutzt ausgesehen aber ich weiß jetzt warum es mit dem Nachbau Vergaser gar nicht funktioniert hat. Da waren die Kanäle nämlich mit Aluspänen (welche vermutlich im Produktionsprozess nicht vollständig entfernt wurden) zu. Mal sehen ob es das war.

      Mir ist auch noch aufgefallen, dass die Kompression wesentlich höher ist als beim 1974er Modell, mit dem ich täglich zur Arbeit fahre. Mit der Hand den Starthebel runterdrücken geht nur wenn ich mich voll draufhänge. Wenn ich die Kerze rausnehme, dreht sich alles wunderbar leichtgängig. Liegt das an der Übersetzung oder kann hier der Wurm drin liegen????
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • Klar findet man die, nur musst du den Vergaser wirklich vollständig zerlegen, sprich das Teil wo die Hauptdüse eingeschraubt ist, muss aus dem Gehäuse raus. Es ist gesteckt und geht oft nicht leicht raus. Also größte Vorsicht, ,,Rundholz und vorsichtig klopfen.
      Dannach komsst du an alle Kanäle ran, da ist nichts unsichtbar.

      Alles gut saubermachen und dann sollte es gehen.

      Die komische Klappe ist zum Start bei kalten Temperaturen, steht aber in der Anleitung.

      Beim Tupfen den Gasgriff aufdrehen, sonst verhindert die Teillastnadel ein Überfluten, und nur so lange tupfen bis der Sprit am Tupfer rausblbbert. Und nur runterdrücken, nich darauf rumhacken wie auf ner Schreibmaschine.

      MfG Lehmann
    • Hallo Bimi, hallo Alikante,


      danke für euer Feedback. Das mit dem Gasseil kann ich ausschließen. Da ist alles leichtgängig und die Feder schiebt beim loslassen des Gasgriffs den Rundschieber blitzschnell mit einem hörbaren "klacken" zurück an den Anschlag.
      Trotzdem danke, es hätte ja durchaus genau das sein können!


      Das mit der 40er Leerlaufdüse habe ich auch in den Unterlagen gelesen. Diese muss aber im Inneren des Vergasers fix verpresst sein, denn selbst bei vollständiger Zerlegung kann man nichts davon sehen. Auch nicht beim Nachbauvergaserschrott.


      Abstimmungsarbeiten habe ich immer am gut warmgefahrenen Motor / Vergaser gemacht. Zum Startverhalten ist folgendes zu sagen: Ob Warm mit offenem Schieber oder kalt mit geschlossenem Schieber, ich muss immer 20 bis 30 mal am Schwimmer tupfen damit sie anspringt. Dann braucht es in der Regel mindestens 3 kräftige Antritte. Dann fängt es meißtens zögerlich zu takten an. Manchmal gelingt es, mit einem ganz leichten Gasanzug die Stand-Drehzahl 15 bis 20 Sekunden zu halten. Das Motorgeräusch ist dabei relativ "normal". Doch dann plötzlich geht die Drehzahl runter und sie stirbt ab.
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • Hallo Zweidoktor, Ich hatte exakt das selbe Problem bei meiner Cz 125 als ich das (Moped) bekommen habe. Bin überhaupt kein Experte aber ein Versuch ist es villeicht wert. Folgende herangehensweise: Moped bekommen - dreht hoch und stirbt dann ab - Vergaser gereinigt - selbes Problem - angefangen Vergaser zu Vertellen - dann passte gar nichts mehr - dann neuen Gasgriff + Gasseil im Zuge der Restaurierung bei Peter bestellt. Anschließend das Gasseil nur beim Vergaser zum Testen eingehängt und per Hand am Seil gezogen und ein bisschen bei den Einstellungen gespielt und siehe da Problem war bei mir gelöst. Zusammenfasend: Es könnte sein das dein Seil irgendwie etwas Spannung hat (darum dreht sie hoch). Und absterben tut anschließend durch die falsche Einstellung beim Vergaser direkt. Die Profis werden jetzt wahrscheinlich lachen aber ich hab's genau so in den (Gas)Griff bekommen.
    • Moin,

      Zweidoktor schrieb:

      Stelle ich das Standgas höher, lässt sie sich nur mit sehr viel Mühe starten und dreht dann unkontrolliert hoch um schließlich abzufallen und abzusterben.

      Zweidoktor schrieb:

      Man muss dazu sagen, dass es sich um einen Jikov handelt, der noch keine Leerlaufdüse besitzt.

      Zweidoktor schrieb:

      Die Luftzufuhr wird mit einem Schieber reguliert,
      Diese Fakten mußt Du im Zusammenhang sehen !

      - laut Übersicht haben der 2918HC bzw. HN eine 40/45er Leerlaufdüse
      - für Kaltstart muß die Luftzufuhr mit dem Schieber geschlossen werden um das normalerweise magere Gemisch anzufetten, der 2918 scheint zusätzlich eine "Falschluftstrecke" zu haben die beim kaltstart ein wenig Luft vorbeilässt , der Schieber ist m.M. nur für Auf/ZU
      - Vergaserjustierung immer im betriebswarmen Zustand und Drehzahl

      Wie ist das Warmstartverhalten mit offenem Schieber ?

      Grüße
    • Ich kann Flaschluft mittlerweile ausschließen. Die Maschine läuft nach wie vor nicht im Stand. Allerdings fährt sie sich gut mit hohen Touren und ist auch am Berg überraschend anzugsstark. Stark rauchen tut es auch nicht mehr. Sobald ich allerdings stehenbleiben muss oder zu lange zum Schalten brauche, stirbt sie ab.

      Ich habe mittlerweile sämtliche Vergasereinstellungen, Bedüsungen sowie einen Nachbau Vergaser durch. Es ist immer das gleiche Ergebnis. Stelle ich das Standgas höher, lässt sie sich nur mit sehr viel Mühe starten und dreht dann unkontrolliert hoch um schließlich abzufallen und abzusterben.

      Ich habe trotzdem den Vergaser in Verdacht. Man muss dazu sagen, dass es sich um einen Jikov handelt, der noch keine Leerlaufdüse besitzt. Es gibt bei der 351er auch keinen Ansaugkanal oder Luftfilter. Über dem Vergaser sitzt eine Abdeckung mit einem siebähnlichen runden Ausschnitt. Die Luftzufuhr wird mit einem Schieber reguliert, dessen Funktion ich noch nicht ganz verstanden habe. Ist der Schieber nämlich geschlossen, sind die beiden Löcher am Ansaugstutzen des Vergasers offen. Sobald man den Schieber öffnet, werden diese Löcher verschlossen und erst bei voller Schieberöffnung wieder freigegeben. Es ist mir nicht klar, ob man das stufenlos regulieren kann oder ob bauartgemäß nur eine geschlossene und eine offene Stellung vorgesehen sind.

      Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit dem Jikov 2918 (wurde auch bei CZ 125 c verbaut) und kann mir da bitte weiterhelfen. Oder hat sonst jemand eine Idee, was es sein könnte???¿
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • Danke Mathias, danke Alikante,

      falls das so rübergekommen ist - ich wollte nicht "energisch widersprechen";
      Wenn man eine Arbeit selbst und im guten Glauben gut gemacht hat,
      sucht man den Fehler halt als Erstes wo anders.

      Ich werde eure Anregungen bezüglich Flaschluft / Undichtigkeit ernst nehmen
      und mich einmal auf die Suche machen.....
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • mathiasT2 schrieb:

      Hallo, wie ist denn der Zustand des Motors? Wurde der mal gemacht? Lief er denn schon mal? Was wurde zuletzt gemacht? Evtl. sind die Kurbelwellensimmerringe die Ursache, ziehen evtl. da Nebenluft- bzw. ÖL? Schau Dir mal das Getriebeöl an, ist das sehr dünn, riecht komisch?? Rechts unter der LM alles trocken? Grüße Mathias
      Das war ja auch meine Vermutung..dem wurde aber energisch widersprochen..
    • Der Motor wurde von mir persönlich komplett überholt. Nur die Kurbelwelle und den Zylinder habe ich zum Regenerieren dem Schloffer Bruno anvertraut. Es sind alle Lager und Wellendichtringe neu. Alle Dichtflächen wurden geplant. Der Motor ist so dicht wie ein Plutoniumsafe und hat eine Bomben Kompression. Alle Kanäle wurden poliert, Krümmer und Auspuff zerlegt, ausgebrannt und gereinigt. Es ist eine 12V Vape verbaut, die einen schönen blauen Funken gibt. Der Vergaser ist zwar alt aber gut. Ich mache normalerweise keine halben Sachen. Außerdem habe ich schon mehrere CZ-Motoren und Motorräder gemacht und es bisher immer hinbekommen.

      Könnte es sein, dass eine Undichtigkeit beim Schalldämpfer (zwischen Dämpfer und Fischschwanz-Endstück raucht es raus) zu den genannten Problemen führt???
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • Das mit der Zündkerze habe ich nun verbessert, aber offensichtlich war es das nicht zur Gänze.
      Habe es mittlerweile mit 3 Vergasern und unterschiedlichsten Einstellungen im warmen Zustand probiert. Vor- und Spätzündung habe ich auch durch, ebenso wie etwaige Falschluft.

      Hier die Eckdaten mit der Bitte um Hilfe:
      1. Kerze ist rehbraun und am Rand etwas rußig.
      2. Es raucht nur mehr minimal und es sabbert nicht mehr.
      3. Der Motor lässt sich kalt wie warm nur schwer und mit Starthilfespray starten.
      4. Nach dem Start dreht der Motor ohne Fremdeinwirkung extrem hochtourig rauf, sackt dann ab und blubbert im Stand ca. 10 Sekunden dahin um dann trotz leichtem Anzug des Gasgriffes abzustreben.

      Wer hat eine Idee?????????
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer
    • Hallo Mathias,
      ja genauso ist es. Aber ich habe die alte Reduzierhülse mittlerweile rausbekommen.
      Mußte diese allerdings längs durch das Gewindeloch mit einem
      Metallsägeblatt in zwei Teile schneiden und dann noch mit der Hartlötlampe ran.

      Jedenfalls weiß ich jetzt, dass ich mir bei diesem 2K-Epoxykleber keine Sorgen
      wegen der Hitze am Zylinderkopf machen muss.

      Habe mir jetzt bei Ost2Rad zwei neue Reduzierhülsen bestellt und werde
      diese vor dem neuerlichen Einbau auf ein Minimum abdrehen.
      blaurauchender Giftgas-Jawafahrer